akku-molfsee übergibt Bioenergie-Konzept an das Amt Molfsee
Molfsee - "Das haben wir geschafft!" Mit diesen Worten übergab akku-molfsee-Sprecher Wolfgang Neumaier das Regionalentwicklungskonzept Bioenergie-Region Amt Molfsee" an Bürgermeister Roman Hoppe. Neumaier dankte den vielen, die in den letzten drei Monaten mit geholfen haben, dieses Konzept zu erstellen, insbe-sondere denen, die ehrenamtlich mit dabei waren: "Ich denke schon, daß wir eine ganz gute Arbeit für das Amt geleistet haben."
Unter dem Leitbild "100 % erneuerbar - viele kleine Schritte für ein großes Ziel!" sind in dem Konzept Wege aufgezeichnet, wie die in der Region vorhandenen bioge-nen Stoffe für die Energiegewinnung erschlossen werden können, um dadurch die Verbraucher mit preiswerter Energie aus heimischer Quelle zu versorgen. Dabei kommt es auf einen hohen Wirkungsgrad bei der Umwandlung von Biomasse in nutzbare Energie an. Aber auch andere Energiequellen, wie Wasser, Wind und Son-ne sollen in die weiteren Untersuchungen einbezogen werden, sofern sie die Bedingungen "ökonomisch, ökologisch und sozial verträglich" erfüllen.
Um die genannten Ziele zu erreichen, so die Vorschläge der Autoren, soll doppelgleisig vorgegangen werden: Zum einen soll mit den Planungenfür den Bau einer Bioenergieanlage nach dem Scheffer-Konzept, die einen Wirkungsgrad von bis zu 70 % in Bezug auf die eingesetzte Biomasse erwarten läßt, kurzfristig begonnen werden. Die Fa. GETproject aus Kiel hat sich grundsätzlich bereit erklärt, mit den Planungen für den Bau einer solchen Anlage zu beginnen. Dafür wäre aber eine Wil-lenserklärung der politischen Gremien des Amtes Molfsee erforderlich. Zum anderen soll ein Projektmanagement aufgebaut werden, das die Gesamtplanung über-nimmt. Dazu gehören der Aufbau von Netzwerken für die Verteilung der gewonnenen Wärme - die Gemeinde Honigsee ist dafür ein gutes Beispiel - , die Vergabe von Machbarkeitsstudien an Hochschulen und Wirtschaftsunternehmen, um zu überprüfen, welche anderen Verfahren zum Erreichen des im Konzept genannten Ziele geeignet sind. Für die dafür erforderlichen Mittel in Höhe von geschätzten 200.000 € sollen Fördermittel bei den einschlägigen Institutionen eingeworben werden. "Das wird noch ein hartes Stück Arbeit," so Neumaier, "aber ich hoffe, das wird uns auch gelingen, wenn alle wie bisher so engagiert bei der Arbeit mitmachen."
Bürgermeister Hoppe bedankte sich bei den Initiatoren für die geleistete Arbeit: "Wir dürfen uns glücklich schätzen, Bürgerinnen und Bürger in unserem Amt haben, die aus freien Stücken uns dort Arbeit abnehmen, wo wir schon allein von der fehlenden personellen Kapazität nicht mithalten können."